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Ein besonderes und unvergessliches Erlebnis wartet in der Vorweihnachtszeit nahe des Rheinufers in Brohl-Lützing darauf, Augen zum Strahlen zu bringen und Herzen höher schlagen zu lassen. Der Vulkan Express erfreut seine Fahrgäste aus nah und fern zu den Festtagen mit einem besonderen Zauber in Form der beliebten und auch begehrten Nikolausfahrten.
Die Nikolausfahrt des Vulkanexpress ist so eine Sache, die ich seit Jahren machen wollte, aber nie dazu gekommen bin. Nun war es endlich so weit und zusammen mit dem Heimathaben Kultur Club habe auch ich endlich an dieser legendären und über die Landesgrenzen hinaus bekannten Fahrt teilgenommen und ich kam aus dem Staunen nicht heraus.
Bis zu drei Nikolausfahrten gibt es täglich an den Wochenenden in der Vorweihnachtszeit. Als wir uns mit unserem Kultur Club am vergangenen Samstag in Brohl-Lützing dem Bahnhof näherten, herrschte reger Andrang. Begeisterte Menschen verließen den Bahnhof und Menschen voller Vorfreude wie wir versuchten einen Parkplatz zu ergattern. Strahlende Kinder mit ihren Nikolaustüten wiesen uns den Weg und wir sahen das festlich erleuchtete Bahnhofshäuschen des Vulkan Express schon von weitem.
Nachdem wir oben angekommen waren, verstärkte sich in mir die Frage, die sich mir schon seit Tagen stellte: Wird der Zug von der Dampflok oder der Diesellok gezogen? Ich bin vorher schon einmal mit dem Vulkan Express im Rahmen meiner Gästeführerausbildung gefahren und so hatte ich mir gewünscht, auch die Dampflok mal in Aktion zu erleben. Und mein Wunsch wurde erfüllt! Denn wenig später kam dieser sehr beeindruckende Koloss rückwärts angefahren und wurde mit dem Zug verbunden. Menschen stürmten herbei, denn das wollte sich niemand entgehen lassen.


Zu meiner Freude konnte ich ein paar beeindruckende Bilder von diesem Herr machen und ich frage mich immer noch, ob er sich extra für mich so in Pose gestellt hatte. Wie dem auch sei, die Fotos haben meiner Meinung nach schon etwas von Kunst.


Reserviert wird online und vor Ort muss man dann noch das kleine Bahnhofsgebäude aufsuchen, um eine richtige Fahrkarte zu bekommen. Die Tickets kamen aus einem Automaten, der schon einige Fahrgäste über die Jahre seiner treuen Tätigkeit gesehen hat und die beiden Herren am Schalter waren sehr nett und trugen Uniformen, die dem gesamten Retro-Flair im Bahnhofshäuschen noch den letzten Schliff verliehen. Die Fahrkarten machten den Oldschool Charme dann perfekt und wir machten uns auf die Suche nach unseren Plätzen.


Die Plätze der Fahrgäste sind reserviert und die Namen stehen an kleinen Kärtchen, die von außen sichtbar an den Fenstern hängen. So gibt es keine Rennerei wer welchen Platz bekommt, sondern alles ist bereits organisiert, was mir sehr gefallen hat.

Bis der Zug losfährt, hat man die Chance sich noch etwas zu trinken wie beispielsweise Kakao oder Glühwein zu kaufen. Dann kommt irgendwann der Aufruf, dass der Zug bald losfährt, sodass auch die letzten Gäste auf ihre Plätze gehen können.
In den Zug kommt man über drei Stufen, die nicht allzu hoch sind, aber für gehbehinderte Menschen eine Herausforderung darstellen können. Ich habe kleine Kinder gesehen, schätzungsweise 2 – 3 Jahre alt, die die Stufen an der Hand ihrer Eltern bewältigen konnten, was natürlich nicht heißt, dass es jeder schafft. Mehr zum Thema „Hindernisse“ und „Barrierefreiheit“ im unteren Teil des Berichtes!

In den Abteilen selbst sitzt man auf urigen Holzbänken, die eine gemütliche Atmosphäre zaubern. Über den Bänken befinden sich Ablagen, auf denen man Jacken, Taschen usw. verstauen kann. Die Bänke an sich sind schon recht knapp bemessen, wenn man ein paar Kilo mehr hat und dann mit zwei Personen auf einer Bank sitzt, kann das kuschelig werden ^^
Als wir dann unsere Plätze bezogen hatten, fiel uns auf, dass die Sitzgruppe neben uns leer blieb, obwohl noch ein zweites Namensschild neben unserem hing. Das kam uns aber sehr gelegen, da die Plätze an sich doch ziemlich knapp bemessen sind und wir uns dann etwas besser verteilen und aus beiden Seiten des Zugs herausschauen konnten.
Die Reise konnte beginnen
Die Strecke führt an der Schweppenburg und der Mosenmühle vorbei und wenig später überquert der Zug dann das Brohltal Viadukt bis er in den kurzen Tunnel hineinfährt und in Burgbrohl wieder herauskommt. Unsere Nikolausfahrt endete in Niederzissen, wo kurz nach dem Halt plötzlich der Nikolaus und ein Engelchen neben dem Zug auftauchten und man schon die Stimmen der Kinder hören konnte, die ganz aufgeregt und begeistert waren.



Am Bahnhof selbst warteten ein Imbissstand, zwei Stände mit handgemachten Geschenken und ein hübscher Waggon, aus dem der Nikolaus den Kindern die Nikolaustüten gab. Alles war festlich hergerichtet und es kam Weihnachtsstimmung auf. Man sagte uns, wann der Zug wieder zurückfahren würde, sodass man sich danach richten konnte. Für mich war ein bisschen schade, dass es am Imbissstand scheinbar nur Würstchen gab, als Vegetarier schaut man da in die Röhre. Am Bahnhof sind Toiletten vorhanden und zur allergrößten Not ist auch der Norma in Sichtweite, falls einem die Würstchen in der kleinen Weihnachtsecke nicht zusagen. Natürlich nicht am Sonntag, da dürfte der Norma zu geschlossen sein.


Die Rückreise traten wir schon fast im Dunkeln an. Wenig später, nachdem wir losgefahren waren, ging auch das Licht im Wagen an. Uns erinnerte es etwas an den Stil der 70er Jahre. Es war schon fast Wohnzimmeratmosphäre und wir konnten auf der Rückfahrt die Lichter inklusive der Weihnachtsdekorationen in den Dörfern, die wir durchfuhren, sehen. Da es wenig später ohnehin schon dunkel war, hat eines unserer Clubmitglieder, die kein großer Fan von Tunneldurchquerungen ist, gar nicht gemerkt, dass wir durch den Tunnel fuhren.
Wieder in Brohl angekommen war das Bahnhofshäuschen des Vulkanexpress hell erleuchtet und alle machten sich auf den Weg nach Hause.
Was mich zu Beginn dieses Ausflugs am meisten gefreut hat, war tatsächlich, dass ich die Dampflok mal in Aktion sehen konnte. Das hat mich wirklich mächtig beeindruckt und ich bin froh und dankbar, dass dieses tolle Stück Eisenbahngeschichte dank des unermüdlichen Einsatzes des Vereins der Brohltal Eisenbahn wieder zum Leben erweckt werden konnte. Mehr darüber findet ihr HIER.

Da die Nikolausfahrten momentan nahezu ausgebucht sind (sie sind jedes Jahr schnell ausgebucht), möchte ich euch noch weitere Sonderfahrten, wie beispielsweise die Silvesterfahrt, schmackhaft machen. Aber demnächst gibt es auch einen neuen Fahrtplan für den „normalen“ Fahrbetrieb, bei dem auch die Dampflok regelmäßig zum Einsatz kommt.
Der Heimathaben Club Check

Wir haben die Nikolausfahrt des Vulkanexpress als Heimathaben Kultur Club besucht und wollen noch ein paar Worte über Barrierefreiheit und Co. loswerden. Das gilt natürlich nicht nur für diese Spezialfahrt, sondern allgemein für den Vulkan Express.
Am Bahnhof in Brohl-Lützing gibt es einige Parkplätze, bei größerem Aufkommen so wie gestern kann es da schon zu einem kleinen Chaos kommen, wenn rechts die Autos parken und einem dann ein Auto entgegenkommt. Daher rate ich, früh genug anzureisen, lieber zu früh als zu spät, der Zug wartet nicht ![]()
Zum Vulkanexpress Bahnhof führen rechts sowohl Treppen als auch links ein Aufgang, der für Rollatoren usw. hilfreich sein kann. Um ins Häuschen mit den Fahrkarten zu gelangen, muss man eine Stufe überwinden. Ich bin mir aber sicher, dass die freundlichen Herren am Schalter helfen ins Häuschen zu kommen oder auch die Karte herausbringen können.
Der Stand mit den Getränken ist gut zugänglich und man hat über alles einen guten Überblick. Der Untergrund ist leicht uneben, müsste aber für Menschen in Rollstühle und mit Rollatoren befahrbar sein.
Das Einzige, was für Menschen mit einer „gravierenderen“ Gehbehinderung schwierig werden kann, ist das Ein- und Aussteigen in bzw. aus dem Zug. Es sind drei Stufen zu bewältigen, die Türen im Zug sind relativ schmal und ich denke, dass das mit Rollator und Rollstuhl schwierig werden kann. HIER ist zu lesen, dass Rollatoren, Rollstühle, Kinderwägen und Co. verladen werden können. Dafür muss beispielsweise die Person im Rollstuhl aber erst einmal in den Zug gelangen.
Ich habe gestern aus eigenem Interesse für ein Familienmitglied gefragt, wie das mit Rollstuhlfahrern ist und gesagt bekommen, dass die Leute vom Vulkanexpress vor kurzem sogar jemanden in den Zug hinein getragen haben. Das hat mich sehr beeindruckt und zeigt mir, wie sehr ihnen daran gelegen ist, dass jeder die Zugfahrt erleben kann. Außerdem arbeite man an einer Lösung, Menschen mit Mobilitätseinschränkung das Mitfahren einfacher zu gestalten.
Man muss eben bedenken, dass es sich beim Vulkan Express um eine historische Bahn handelt und damals wohl nicht so viel über Barrierefreiheit nachgedacht wurde.
Im Zug an sich war es gestern angenehm warm, man hat gemerkt, dass die Wagen beheizt sind. Wie bereits erwähnt, sind die Bänke etwas schmal, ebenso die Türen und auch der Mittelgang.
Weiteres über den Vulkan Express
Für mich gehört der Vulkan Express zur Region dazu und es ist für Groß und Klein ein wunderbares Erlebnis. Ich finde auch die Preise völlig in Ordnung, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut dahinter steckt, alles fahrbar, sauber und zur Zufriedenheit für die Gäste zu halten.

HIER könnt ihr euch übrigens die kostenlose Vereinszeitung anschauen und sogar herunterladen. Und HIER erfahrt ihr mehr über den Verein und auch, warum wir beinahe nicht mehr die Chance hätten, die wunderbaren Fahrten mit dem Brohltal Express zu genießen.
Der Vulkan Express ist weit über die Landesgrenzen bekannt und ich habe bei unserer Fahrt gestern Leute aus Schottland und Holland gesehen und gehört.
Die Fahrt hat mich so sehr gepackt, dass ich am nächsten Tag sogar nochmal in Richtung Brohl-Lützing gefahren bin, um den beeindruckenden Zug von außen zu sehen und filmen. Das Video könnt ihr bald HIER finden 🙂
Bis bald in der Eifel – ohne jeden Zweifel🌳

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Ich bin Daniela, Ergotherapeutin und Kräuterpädagogin. Viel Spaß auf Heimathaben!




