Es gibt sie noch, die nahezu unberührten Geheimtipp-Ecken, in denen die schmackhaften und gesunden Blätter des Bärlauchs zu finden sind. Auch in der Eifel ist jetzt Bärlauch-Zeit und ich zeige euch 3 schnelle und einfache Rezepte zum Nachmachen.
Oft riecht man ihn, bevor man ihn sieht. Und wenn man ihn dann sieht, dann sind an einer Stelle meistens viele Pflanzen zu einem großen Teppich vereint. Die Rede ist von Bärlauch, im Englischen „wild garlic“ genannt, was so viel wie „wilder Knoblauch“ bedeutet. Und der Name ist Programm, denn der Bärlauch riecht unverwechselbar nach Knoblauch.
3 schnelle und einfache Rezepte mit Bärlauch
Ob selbst gesammelt oder gekauft, die Bärlauch-Saison sollte genutzt werden, bevor sie wieder vorbei ist. Am besten ist es, wenn man die Blätter sammelt, bevor der Bärlauch blüht. Denn wenn er blüht, steckt die Pflanze ihre Energie in das Wachstum der Blüte und die Blätter schmecken bitter und weniger aromatisch.
Kräuterbutter mit Bärlauch

Wir brauchen:
- 125 g Butter
- eine Handvoll frischer Bärlauch
- frischer Schnittlauch
- frische Petersilie
- 1 Esslöffel italienische Kräuter (TK oder getrocknet)
- Salz
- Pfeffer
Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Bärlauch, Schnittlauch und Petersilie waschen und fein hacken. Anschließend unter die Butter mischen und das Ganze nach Belieben mit den italienischen Kräutern, Salz und Pfeffer würzen.
Die Kräuterbutter kann man auch problemlos einfrieren zum Beispiel schön portioniert in einer Eiswürfelform. So hat man bei Bedarf immer die gewünschte Menge an Portionen griffbereit. Eingefroren ist sie mindestens 6 Monate, oft sogar bis zu 12 Monate haltbar. Der Bärlauch verliert mit der Zeit allerdings an Aroma, weshalb ich nicht zu lange mit dem Verzehr warten würde. Egal wie ihr die Butter einfrieren wollt, sie sollte luftdicht verschlossen sein.

Pasta mit Bärlauch
Klingt simpel, schmeckt aber wahnsinnig lecker! Die Auswahl der Pasta liegt bei euch. Man kann sowohl Spaghetti als auch jede andere Form von Nudeln nehmen. Ich habe diese recht kleinen Dinkel-Hörnchen geholt, weil es die einzigen Dinkel-Nudeln waren, die ich in dem Geschäft gefunden hatte.

Wir brauchen:
- Nudeln nach Belieben
- Bärlauch
- Knoblauch
- 1 Zitrone
- Parmesan oder Grana Padano
- Olivenöl
- Pfeffer
- Salz
Den Bärlauch waschen, trocknen und unschöne Stellen oder dicke Stiele wegschneiden. Die Blätter in Streifen oder rechteckige Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Die Zitrone auspressen und ggf. den Käse reiben, wenn er am Stück ist und nicht schon gerieben gekauft wurde.
Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Knoblauch darin andünsten. Mit Zitronensaft ablöschen und etwas einkochen lassen.
Die gekochten Nudeln abgießen und dabei etwa 100 ml von dem Nudelwasser auffangen. Dieses nun mit dem Bärlauch und den Nudeln zum Knoblauch in die Pfanne geben. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem geriebenen Käse servieren.
Ich habe bewusst keine genauen Mengenangaben gemacht, da das von Person zu Person unterschiedlich ist. Das Rezept, welches ich gefunden, aber dann abgeändert hatte, hatte viel weniger Bärlauch empfohlen, als ich eigentlich gebraucht habe. Wenn die Blätter in der Pfanne landen, werden sie um einiges kleiner und ich würde empfehlen, lieber ein paar Blätter mehr zur Hand zu haben.
Bärlauchpesto

Das Bärlauchpesto habe ich bereits vorher schon ausprobiert und hier auf meinem Blog gepostet. Das genaue Rezept findet ihr HIER.
Und wie immer möchte ich noch erwähnen, dass ihr Bärlauch nur sammeln und verwenden solltet, wenn ihr euch sicher in dem fühlt, was ihr tut. Jedes Jahr gibt es viele Fälle von Vergiftungen aufgrund von Verwechslungen mit anderen Pflanzen. HIER könnt ihr noch einmal nachschauen, falls ihr euch nicht sicher seid. Solltet ihr dennoch unsicher sein, fragt doch jemanden, der sich auskennt um Hilfe.
Viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte.
Bis bald in der Eifel – ohne jeden Zweifel🌲🌳

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Ich bin Daniela, Ergotherapeutin und Kräuterpädagogin. Viel Spaß auf Heimathaben!




